Altenrüthen betreibt Gastätte in Eigenregie

 

In Altenrüthen tut sich was. Ab Mitte 2016 soll die Gaststätte im Ort in Eigenregie in Eigenregie betrieben werden. Dieser Beschluss wurde in einer Mitgliederversammlung des Vereins „Dorfgemeinschaft Altenrüthen e.V.“ verabschiedet.

Gewisse Umbauten sind geplant, im Wesentlichen soll die Braustube aber in ihrer bisherigen Form erhalten bleiben. Drei Fässer Bier passen in die umgebaute Kühlung, so kann zu besonderen Veranstaltungen auch eine zweite Sorte am Hahn sein.

Ortsvorsteher Claus Wiegelmann-Marx, auch Vorsitzender des Vereins, freute sich über die guten Gespräche mit dem Immobilieneigentümer und bisherigen Wirt Georg Spiewock. Er vermietet der Dorfgemeinschaft die Gaststätte mit den benötigten sanitären Anlagen. Die Küche kann als Lagerraum genutzt werden, für den Verkauf von selbst zubereiteten Lebensmitteln hat der Verein keine Konzession beantragt. Stattdessen können Speisen von Caterern bezogen werden.

Um den Dienst in der Gaststätte zu regeln, soll ein Schichtplan erstellt werden. So haben es sich die Altenrüthener in Langenstraße abgeguckt, wo ein Vereinshaus von der Dorfgemeinschaft seit Jahren mit großem Erfolg betrieben wird.

Gema, Putzdienst, Getränkebestellungen und mehr Details hat der Vereins bereits geregelt, ist schon einige Vorarbeit geleistet. Nun braucht der Vorstand die Unterstützung der Mitglieder und der Menschen im Ort. Claus Wiegelmann-Marx hofft auf viele Gäste vor und hinter der Theke. Wer Schicht in der Braustube hat, bekommt eine Tasche mit Wechselgeld und Schlüsseln übergeben, haben die untereinander Vertrauen. Um eine gute Kommunikation zu gewährleisten, wird eine Adressenliste mit Telefonnummern der Helfer erstellt. Um Absprachen flexibel zu treffen, sollen auch die neuen Medien genutzt werden.

Donnerstags von 18.00 bis 22.00 Uhr und freitags von 18.00 Uhr bis 23.00 Uhr soll regelmäßig geöffnet sein, dazu kann nach Bedarf beispielsweise für Kaffeetrinken oder Vereinsversammlungen geöffnet werden. Auch Veranstaltungen wie einen Tanz in den Mai, Doppelkopfturniere, ein Erntedankfest, Dorf Café, einen Seniorenstammtisch, Spielenachmittage oder eine Nutzung für private Zwecke kann sich die Dorfgemeinschaft vorstellen, freuen sich die Vereinsmitglieder auf den Start ihrer Dorfkneipe und können sich dort auch zusätzliche Angebote wie eine Büchertauschbörse vorstellen. Auch Gäste aus anderen Orten sind herzlich willkommen.

65 Mitglieder zählt die „Dorfgemeinschaft Altenrüthen“ bisher. Um das Projekt darüber hinaus auch finanziell auf solide Beine zu stellen, freut sich der Verein über die Unterstützung einer Brauerei, deren Bier in der Gaststätte gezapft wird. Dafür übernimmt die Brauerei den Umbau der Kühlung, die Erstausstattung der Gaststätte und Werbematerialien. Der Vorsitzende legte eine finanzielle Kalkulation vor, die auf dem Getränkeumsatz basiert. Diese erschien den Anwesenden mit hinreichend eingerechneter Vorsicht realistisch.

Vor dem Start der Gaststätte gibt es einige Schulungen und für die ehrenamtlichen Helfer einen Abend, an dem offiziell das Bierzapfen geübt wird, an dem aber auch die Geselligkeit nicht zu kurz kommen soll. Eine offizielle Eröffnung soll nach Karneval gefeiert werden.

 

Quelle Autor
Rüthen Extrastark
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