Seniorennachmittag 2015 der Stadt Rüthen

Zwei Monate nach seinem Dienstbeginn in Rüthen freute sich Pastor Stefan Gosmann, bei dieser Gelegenheit mehr Menschen in Rüthen kennenzulernen. Der gebürtige Briloner fühle sich wohl in Rüthen, machte er der Bergstadt und ihren Bürgern ein Kompliment. In der Freude des Glaubens richtete er den Blick auf den Hl. Martin und die Hl. Elisabeth, die in diesem Monat ihren Namenstag feiern. Die beiden seien durch ihre Aktualität modern geblieben, hätten den Menschen mit offenen Augen und offenem Herzen etwas zu sagen und wollten ihnen helfen. Erkennen, wo Nöte sind, materielle und menschliche, dies könne uns auch heute Beispiel sein, gab er die Botschaft christlicher Nächstenliebe mit in den Alltag und lud die Menschen ein, viele große und kleine Zeichen des Miteinanders und der Unterstützung zu geben.

Durch das weitere Programm des Tages führte Tourismusmanager Klaus Hötte, der als ersten Programmpunkt die Jugendtanzgarde der Karnevalsgesellschaft Rüthen mit ihrem Showtanz „Nachts im Puppenhaus“ ankündigte. Die jungen Damen zeigten eine flotte Bühnenshow mit einer gut abgestimmten Choreographie, Hebefiguren und gelenkigen Einlagen. Später zeigte die Kindertanzgarde ihre Choreographie „Die vier Elemente“.

Auf viele Programmpunkte freute sich Bürgermeister Peter Weiken mit den versammelten Senioren in der Rüthener Stadthalle, als er sie zu dem diesjährigen Seniorennachmittag begrüßte. Vor einigen Tagen hatte er den früheren stellvertretenden Bürgermeister und Studiendirektor a.D. Josef Schrewe getroffen, der sich mit seinen 75 Jahren sichtlich noch nicht als Senior fühlte. Man sei eben so alt, wie man sich fühlt. Diese innere Frische wünschte er auch den Anwesenden und freute sich, dass so viele von ihnen der Einladung gefolgt sind. Die Veranstaltung sah Weiken vor dem Hintergrund seines Gespräches mit Josef Schrewe weniger als eine Seniorenveranstaltung, sondern als einen bunten Nachmittag, mit dem sich die Stadt bei den verdienten Bürgern ab 70 Jahren für ihre bisherige Lebensleistung bedankte. Seine Gedanken machte sich der Bürgermeister um die Zeit, freute sich über die gestiegene Lebenserwartung, die aber offensichtlich bei vielen Menschen nicht zu mehr freier Zeit führe. Die Menschen träfen sich weniger im Ort, hätten weniger zwischenmenschliche Kontakte, regte Peter Weiken zum Nachdenken an.

Er freute sich, dass auch viele Senioren aus den Ortsteilen und dem Pflegezentrum der Einladung gefolgt sind. Sein besonderer Gruß galt Pastor Stefan Gosmann und allen Mitwirkenden der Veranstaltung. So hatte beispielsweise der Instrumentalverein Harmonie Altenrüthen die musikalische Gestaltung der Veranstaltung übernommen. Die kfd hatte sich um das Decken der Tische, Kaffee, Kuchen und die abendlichen Schnittchen gekümmert, die CDU-Ortsunion kellnerte hinter der Theke. Ein herzliches Willkommen galt auch den Vertretern aus Rat und Verwaltung.

Danach stärkten sich alle beim Kaffeetrinken, ehe Hildegard Brömmelstrote, alias Martina Gorden aus Ahlen, in die Bütt kam. Als Frau, bei der die Männer erotische Träume bekommen, kündigte Klaus Hötte die Künstlerin an und diese bemühte sich, trotz ihres etwas altertümlichen Schlages die Gäste zu begeistern, was ihr hervorragend gelang. Mit einer Frau mit einem breiten Ausleger hatte sie einen Unfall im Aldi, aus der misslichen Situation habe sie aber Gentleman Klaus Hötte befreit. Danach philosophierte sie über die Gene der Männer wie das Fremdgehen, nahm die Schützen und Edmund Stoiber aufs Korn und machte sich so ihre Gedanken über die Heiratsfähigkeit von Männern und Frauen. Hildegard selber hielt sich jedenfalls für äußerst attraktiv und fühlte sich schon mal von den Männern verfolgt, zum Beispiel beim Einkaufen im Supermarkt. In die Pubertät sei sie erst mit 21 gekommen, vorher habe sie immer Schnupfen gehabt. Dafür hatte sie auf dem Bauernhof ihres Vetters Horst ordentlich Schabernack getrieben. Eine lustige Begebenheit war ihr passiert, als sich ihre Freundin Erika nicht über die Geschenke ihres Mannes freute, weil der neue Mantel und die Kette für das Fahrrad waren. Dafür hing ein Bild der Frau zwischen den Geweihen an der Wand, weil ihr Helmut sie für den größten Bock hielt, den er geschossen hat. Und das neue Kleid erinnerte ihn daran, dass er noch die gelben Säcke rausstellen muss. Auf der Suche nach einem Mann für sich empfahl sie den Herren, einfach mal eine Autogrammkarte von ihr zwei Wochen über das Bett zu hängen, manchmal gewöhne man sich einfach an alles.

Nachdem der Instrumentalverein „Harmonie“ Altenrüthen mit volkstümlicher Unterhaltungsmusik für gute Stimmung in der Halle gesorgt hatte, klang der Nachmittag mit einem gemeinsamen Abendessen und einer großen Tombola aus. Als Hauptpreis gab es einen Frühstückskorb, wie die Stadt ihn auch zu runden Ehejubiläen und 100. Geburtstagen überreicht und über den sich die 80jährige Magdalena Tewes aus Drewer freute.

 

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Quelle Autor
Rüthen Extrastark
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